Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial.

Unser Dorf Seifen

57537 Forst-Seifen, 70 km östlich von Köln.

Wir wollen mehr!

Was wirklich zählt!

Kinder sind kostbar!

Miteinander von jung und alt

Ökologischer Gartenbau

Unsere Bienen

Wissenschaft vom Bewusstsein

Desiderata

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast, sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Vertrage Dich mit allen Menschen, möglichst ohne Dich ihnen auszuliefern. Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar, und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte. Meide laute und aggressive Menschen. Für den Geist sind sie eine Qual. Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen, denn es wird immer Menschen geben, die größer oder geringer sind als Du. Freue Dich Deiner Leistungen wie auch Deiner Pläne. Bleibe weiter an Deinem eigenen Weg interessiert, wie bescheiden er auch sei. Im wechselnden Glück der Zeiten ist er ein echter Besitz. In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Doch soll das Dich nicht blind machen für vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen bemühen sich, hohen Idealen zu folgen, und überall ist das Leben voller Heldenmut.

Sei Du selbst. Vor allem heuchle nicht Zuneigung. Und sei, was die Liebe anlangt, nicht zynisch. Denn trotz aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch ewig wie das Gras. Nimm freundlich gelassen den Ratschluss der Jahre an, und gib mit Würde die Dinge der Jugend auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit er Dich bei unvorhergesehenem Unglück schütze. Aber quäle Dich nicht mit Gedanken. Viele Ängste kommen aus Ermüdung und Einsamkeit. Neben einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir. Du bist nicht weniger ein Kind des Universums als es die Bäume und die Sterne sind. Du hast ein Recht, hier zu sein.
Kein Zweifel besteht, dass das Universum sich so entfaltet, wie es sich entfalten soll. Darum lebe in Frieden mit Gott, wie auch immer Du IHN verstehst. Was auch immer Dein Mühen und Dein Sehnen ist: Halte in der lärmenden Wirrnis des Lebens mit Deiner Seele Frieden. Trotz aller Falschheit, trotz aller Mühsal und all der zerbrochenen Träume ist es dennoch eine schöne Welt. Sei vorsichtig. Und strebe danach, glücklich zu sein.

aus der Alten St. Paul‘s Kirche, Baltimore, 1692 A.D.


Über den Streß

Die gewöhnliche Überbelastung des modernen Menschen in allen Gesellschaftskreisen hat zur Folge, dass das Geistige in ihm verkümmert. Nicht Bildung sucht er, sondern Unterhaltung, und zwar solche, die die geringsten geistigen Anforderungen stellt. Ohne uns über die Welt und  unser Leben ins Klare kommen zu lassen, jagt uns der Geist unserer Zeit ins Wirken hinaus. Unablässig nimmt er uns für diese und jene Ziele und für diese und jene Errungenschaften in Anspruch.  Er erhält uns im Tätigkeitstaumel, damit wir ja nicht zur Selbstbesinnung kommen und uns fragen, was dieses rastlose Hingeben an Ziele und Errungenschaften mit dem Sinn der Welt und dem Sinn unseres Lebens zu tun habe. »Seit zwei oder drei Generationen leben viele Individuen nur noch als Arbeitende und nicht mehr als Menschen.«

Albert Schweitzer


Die Macht des Wahren

»Alle Tatsachen sind Wirkung von geistiger Kraft, die erfolgreichen von Kraft, die stark genug ist, die erfolglosen von Kraft, die nicht genug ist…

Zum Beispiel: Mein Verhalten der Liebe richtet nichts aus – das kommt daher, weil noch nicht genügend Liebe in mir ist. Ich bin ohnmächtig gegen die Unwahrhaftigkeit und die Lüge um mich herum – dann bin ich eben selbst noch nicht wahrhaftig genug. Ich muss zusehen, wie Missgunst und Böswilligkeit ihr trauriges Spiel treiben – das heißt, dass ich selbst Kleinlichkeit und Neid noch nicht ganz abgelegt habe. Meine Friedfertigkeit wird missverstanden und verhöhnt. Das bedeutet, dass noch nicht genug Friedfertigkeit in mir ist.«

Albert Schweitzer


Immer  ist  die wichtigste Stunde die gegenwärtige.

Immer  ist der wichtigste Mensch der, der Dir gerade gegenüber steht.

Immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

Meister Eckhart