Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial.

Unser Dorf Seifen

57537 Forst-Seifen, 70 km östlich von Köln.

Wir wollen mehr!

Was wirklich zählt!

Kinder sind kostbar!

Miteinander von jung und alt

Ökologischer Gartenbau

Unsere Bienen

Wissenschaft vom Bewusstsein

Frau Lamb und der Wolf – Eine wahre Geschichte

Wir treffen uns auf einer steinernen weitläufigen Treppe in einem feudalen Stadthaus. Der erste Kontakt mit Worten besteht darin, dass Frau Lamb mir mitteilt, dass unsere Zeit noch kommen würde. Sie aber jetzt ganz dringend ein Taxi bräuchte und mich bat, dieses für sie zu organisieren. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, da sich das Haus in einer unzugänglichen Sackgasse befand. Doch mein zweiter Gedanke war sofort, klar mache ich, schaffe ich. Ich lief zur Tür hinaus und keine zwanzig Meter entfernt, wendete gerade ein Taxi.

Zuvor hatte ich ausschließlich Blickkontakt zu ihr gehabt. Ein sehr befremdliches Gefühl begleitete ihn. Noch nie hatte ich eine derart männliche Energie in einer Frau gespürt wie bei Frau Lamb. Darüber konnte auch ihr Lodentrachtenkleid nicht hinwegtäuschen. Und wenn sie am Rednerpult sprach, verknotete sich mein Hirn. Immer wieder machte sie eine Schleife thematisch um die nächste, als wolle sie sicher gehen, dass sie auch wirklich alle Anwesenden erreichte. Heute darf ich sagen, dass sie selbst die kontroversesten Standpunkte in kurzen, knappen Sätzen zusammenfügt, dass alle Beteiligten sich sicher sind, so einfach erklärt, dies vorher noch nie gehört zu haben. Vielleicht scheiterte ich aber auch damals einfach an der Komplexität ihres Denkens.

Erst Jahre später fand ein intensiverer Kontakt statt. Ich sah die Zeit gekommen, mich für all das Gute zu bedanken, das ich in der Zwischenzeit durch sie erhalten und erfahren hatte. Ich bot an, über den Sommer nach Seifen zu kommen und hilfreich im Haus und Garten zu wirken.

Die Sonne lachte jeden Tag. Es war eine arbeitsintensive wunderbare Zeit, die ich dort erleben durfte. Eines Tages war meine Aufgabe, einen der Teiche zu säubern, der sich im parkähnlichen Garten befand. Wasser ablaufen lassen, Plane flicken und putzen. Nach Stunden kam Frau Lamb, um sich mein Wirken anzuschauen. Sie konnte es nicht fassen, mit was für einer Hingabe und ordnender Hand ich am Werke war. Ich fühlte mich, nochmals auf einer tieferen Ebene erkannt. Von Anfang an hatte ich das mich befreiende Gefühl, ihr nichts vormachen zu müssen, da sie sowieso die Dinge und mich durchschaute.

Nach dem Sommer kam der Herbst, den ich wieder im Garten verbrachte. Und es wurde mir immer klarer, ich gehöre hier her. Im nächsten Frühling zog ich in eines der Gartenhäuschen. Ich suchte mir eine Arbeitsstelle. Verkaufte mein Auto, auf Raten von Frau Lamb, um wieder finanziell auf die Beine zu kommen. So konnte ich einen hartnäckigen Rest an Schulden endlich begleichen. Was für ein gutes Gefühl!

Vier Jahre lebte ich dort. Morgens um halb drei stand ich auf und fuhr nach dem Yoga zur Arbeit. Anschließend gab es im Garten noch genügend Dinge zu tun, die sich lohnten, hier zu sein. Ich genoss den Kontakt mit SBL, zu Zeiten der Seminare und auch dazwischen. Doch diese wohltuenden Gelegenheiten wurden immer weniger, da sie sich immer öfters im Ausland aufhielt. Sie bot mir einer ihrer wunderbaren Sprach-CDs an, was ich aber ablehnte. So konnte sie mir nicht mehr helfen, das zumindest dachte ich. Welch ein Irrtum!

Ich zog fort und wohnte ca. eine Autostunde entfernt. Unser Kontakt wurde wieder intensiver. Schließlich so intensiv, dass ich seit sechs Jahren wieder hier lebe. Gerade erlebe ich meine Hochzeit mit mir. Zu sehr großen Anteilen verdanke ich ihr die Gnade meines „Mich Selbst Erkennens“. Frau Lamb, die immer für mich da ist, egal ob sie vor Ort ist oder nicht. Sie weiß immer Rat auf meine Fragen, ob gestellt oder nicht. Sie sieht mich nicht isoliert, sondern in meinem Umfeld. Wieviel Gutes geschah durch sie mit meinen Kindern, die sich seit dem Kontakt mit ihr zu den Menschen entwickeln, die sie von ihrem Potential her sind. Um wie viele Klippen hat sie mich und meine Freundin gelotst, so dass wir lange eine beglückende Beziehung führen durften.

Ihr war vielleicht nicht bewusst, was für eine harte Nuss sie mit mir zu knacken hat, aber sie war erfolgreich.
Ich lebe! Ich liebe! Ich bin! Ich will! Ich kann! Ich tue!

Einer meiner größten Freuden ist es, wenn ich etwas für sie tun kann!

D A N K E

Wolf Schnebele