Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial.

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57537 Forst-Seifen, 70 km östlich von Köln.

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Vom Glücklichsein

Sigrid Beckmann-Lamb

Wir alle wollen glücklich sein, ganz gleich, was wir äußerlich vorgeben mögen. Die einen suchen Gott, die anderen Erfolg und Geld, die nächsten ihre Frau. Viele begnügen sich mit einem der genannten Punkte. Die meisten erstreben eine Kombination von zweien. Die wenigsten suchen alle drei… Was meinen wir, wenn wir vom Glücklichsein sprechen? Die Antworten hierauf sind vielfältig. Dennoch lässt sich sagen, dass Glück einen Zustand beschreibt, der frei ist von Leid und Belastung, andererseits aber gefüllt wird mit Heiterkeit, Leichtigkeit und Freude. Glück ist also mehr als nur das Fehlen von Leid…

Wie entsteht jene Leichtigkeit, die nicht zu verwechseln ist mit Oberflächlichkeit und mangelnder Tiefe? Was ist es, das uns froh macht und unsere Arbeit freudig angehen lässt? Wie kommt es, dass uns auf einmal „weit wird ums Herz?“ Die Antwort ist: Liebe hat uns berührt!

Diese Liebesschwingung mag sich als Anerkennung, Respekt oder Höflichkeit äußern. Sie kann durch die tiefe Zuneigung eines sympathischen Menschen zu uns fließen – es ist nicht wichtig, wie sie kommt. Es zählt allein, dass sie kommt…

Glück ist Liebe, nichts anderes. Wenn wir uns geliebt fühlen, durch was oder von wem auch immer – sind wir glücklich. Je reiner diese Liebe schwingt und je stärker wir sie spüren (nur darum wissen genügt nicht), desto glücklicher sind wir.

Warum suchen wir Geld? Weil es uns Dinge ermöglicht, die Freude machen. Weil es uns Handlungsfreiraum gibt – wir können viel Nützliches und Sinnvolles damit ins Leben rufen. Auch das dient der Liebe.
Warum suchen wir eine Partnerin,  einen Partner? Weil wir uns im anderen finden möchten, weil wir uns rund fühlen möchten, weil wir Sexualität und Spiritualität gemeinsam mit einem anderen Menschen erleben wollen.
Warum suchen wir Gott? Weil wir glücklich werden wollen. Wir suchen einen Zustand, der uns über die Launenhaftigkeit Fortunas emporhebt auf die Ebene unvergänglichen Glücks.

Was wir in Wirklichkeit suchen, wenn wir vom Glücklichwerden sprechen, ist ein Zustand, der alle Dualität aufhebt. Eine Sicht, die uns Einblick gewährt ins Zentrum der Dinge und uns die allem Geschaffenen zugrunde liegende Ursubstanz erkennen lässt. Diese Ursubstanz ist Liebe, beseelte Intelligenz und seelenvolle Kraft zugleich.
Diese Ursubstanz ist es, die wir in Wirklichkeit suchen. Sie ist das Lebenselixier, der ewige Friede, die Heimat, das Paradies, Sat-chit-ananda. Das selige Aufgehen im großen Ganzen…

„Vollkommene Liebe vertreibt alle Furcht“. Vollkommene Liebe bedeutet auch, sich vollkommen geliebt fühlen. In diesem Zustand bleiben wir unberührt von den Wechselfällen des Lebens, unberührt aber nicht unbeteiligt.
Wir sind mitfühlend und teilnahmsvoll, hilfsbereit und barmherzig und verzweifeln nicht, weil wir manchmal Liebe und Gerechtigkeit dahinter erkennen können.

Das Verankertsein in der Liebe ist die Kraft, die Fortuna bezwingt und unseren inneren  Frieden erhält. Möge es uns gelingen, immer öfter aus unserer Ganzheit heraus zu handeln und unser Menschsein glücklich für uns selbst und segensreich für Andere zu offenbaren!

»Fortuna – ah, Du Grausame! Herrin ohne Herz!
Du liebst und schmähst, grad wie es Dir gefällt.
Erbarmen ist Dir fremd.
Launenhaft und unberechenbar verteilst Du Deine Gunst.
Nimmst zurück, was Du einst gabst. Ganz ohne Scham.
Gerechtigkeit – ist sie Dir fremd?
Wo ist die Kraft, die Dich bezwingt? Der Du Dich beugst und der Du dienst?
Du senkst den Blick, verrätst es nicht? Nun denn, es sei – ich will sie finden gehn…
«

Anna Engelberth