Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial.

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57537 Forst-Seifen, 70 km östlich von Köln.

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Heilung durch Liebe

Sigrid Beckmann-Lamb

Um Heilung zu verstehen, müssen wir zuerst Kranksein definieren. Krankheit bedeutet Störung – Störung der ursprünglichen Ordnung. Zuviel hier und zu wenig dort. Unsere Lebenskraft verteilt sich nicht mehr im vorgegebenen Rahmen, gleichmäßig und gleichförmig, sondern willkürlich. Bestimmte Bereiche des Körpers – und damit des Lebens – werden unterversorgt, andere weisen einen Energieüberschuss auf.

Diese Über- bzw. Unterversorgung im Physischen findet ihre Entsprechung im Geistigen. Solange unser Denken nicht dem Ewigen Gesetz entspricht, werden wir aufgrund fehlender Einsicht in die Gesamtzusammenhänge des Lebens immer wieder bestimmte Aspekte des Seins über- oder unterbewerten. „Dieses ist gut – jenes ist schlecht“. Unsere Bewertungen, Abneigungen und Vorlieben bestimmen die Richtung, in die unsere Lebensenergie fließt. Sowohl im eigenen Körper als auch in unserem Schicksal. Alles, was wir noch nicht zutiefst verstehen, können wir auch nicht als daseins- und durchgangsberechtigt akzeptieren. Wir beißen uns daran fest. Dadurch blockieren wir aber die Lebens- und Liebesenergie, die diesem Menschen oder Umstand innewohnt und schneiden uns von der universellen Substanz ab.
Akzeptanz in diesem Sinne ist nicht zu verwechseln mit “für gut oder gar richtig befinden“. Es bedeutet lediglich, dass wir eine Sache in ihrer Eigenlogik nachvollziehen können und uns gefühlsmäßig nicht mehr daran reiben. Sie ist die Frucht tiefer Selbsterkenntnis einerseits und echten Mitgefühls andererseits, gepaart mit gleichzeitiger Klarheit und Nichtverstrickung. Ein Zustand, der in anderen Kulturen mit “No like – no dislike“ beschrieben wird.

Wann immer wir eine solche Haltung des Verstehens einnehmen können, gesunden wir. Gesundung bedeutet Wiederanbindung an die universelle Kraft: die Liebe. Jeder Punkt unseres Bewusstseins oder unseres Körpers, an dem wir uns selbst nicht annehmen können, noch von einem anderen Menschen angenommen werden, wird früher oder später erkranken. Mangels Versorgung, mangels Liebe.

Sätze wie: “Was willst Du, ich sehe kein Fehl an Dir“ oder “Nimm Dein Bett und wandle“, beruhen nicht auf Blauäugigkeit, sondern auf dem tiefen Erfassen der letzten Wirklichkeit in den Betreffenden. Diese letzte Wirklichkeit besteht in der Vollkommenheit des Bildes, nach dem sie geschaffen wurden. Dort gibt es keinen Mangel. Und weil die Betreffenden offen waren für die Strahlkraft desjenigen, der diese Worte sprach, konnte sein Wissen um die letzte Wahrheit ihre Blockaden lösen und augenblicklich für den universellen Kraftstrom durchlässig machen. Das nennt man Spontanheilung. Wenn ein Pater Pio Blinde sehend macht, Lahme gehend – wenn Schwerstverkrüppelte wieder aufgerichtet werden, dann handelt es sich um den gleichen Vorgang. Nämlich die Wiederherstellung der ursprünglichen Ordnung dank eines machtvollen Bewusstseins, das als Katalysator für die Liebes- und Lebenskraft wirkt.

Wahrheit ist Liebe, die letzte Wahrheit bedeutet vollkommenes Verstehen der letzten Wirklichkeit. Wirklichkeit bedeutet Ordnung, Ordnung wiederum Gesundheit. Kranksein hingegen zeugt von ungeliebt sein, nicht angenommen werden von sich selbst oder einem anderen. Möge es uns beschieden sein, immer mehr von jener Liebe zu erfahren, die höher ist als aller Verstand und die ein allmähliches Durchbrechen der letzten Wirklichkeit in uns und um uns herum allein ermöglichen kann. Mögen wir gesunden durch jene alldurchdringende vollkommene Liebe, die das Licht dieser Welt darstellt, und mögen wir Heilung finden, indem wir zurückkehren in das innere Paradies unserer Seele!

»Du meine Seele, du mein Herz,
du meine Wonne, oh, du mein Schmerz.
Du meine Welt, in der ich lebe, mein Himmel du, darin ich schwebe
Oh, du mein Grab, in das hinab, ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh‘, du bist der Frieden, du bist der Himmel, mir beschieden.
Dass du mich liebst, macht mich mir wert, dein Blick hat mich vor mir verklärt
Du liebst mich hebend über mich – mein guter Geist,
mein bessres ICH!«

Friedrich Rückert