Leben in Gemeinschaft

spirituell, ökologisch und sozial.

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57537 Forst-Seifen, 70 km östlich von Köln.

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Interessante Aspekte zur vegetarischen Ernährung

Die Ernährung ist eine sehr umfassende Angelegenheit; sie ist nicht nur auf Nahrungsmittel und Getränke beschränkt, die wir bei den Mahlzeiten zu uns nehmen, sondern wir ernähren uns auch von Tönen, Gerüchen und Farben. Besonders die Wesen der unsichtbaren Welt nähren sich von Düften. Der Brauch, z.B. in Kirchen Weihrauch zu verbrennen, rührt von dem alten Wissen her, dass reine Düfte wie Weihrauch lichtvolle Geister, und ekelhafte Gerüche die höllischen Wesen anziehen. Aber nicht nur Gerüche, sondern auch Töne und Farben sind Nahrung für die unsichtbaren Geister und können dazu dienen, sie anzuziehen. Deshalb werden die Engel oft mit Musikinstrumenten und schillernden Gewändern dargestellt.
In der Bibel heißt es: „Ihr seid Tempel des Lebendigen Gottes.“ Man soll also diesen Tempel nicht mit unreinen Elementen beschmutzen. Wenn die Menschen wüssten, in welch himmlischen Werkstätten sie geschaffen wurden, dann würden sie der Nahrung, die zum Bau dieses Tempels, wo Gott Wohnung nehmen soll, bestimmt ist, viel mehr Aufmerksamkeit schenken. Leider essen die meisten Fleisch und gleichen eher einem Friedhof mit Leichen als einem Tempel.

Jedes Geschöpf – ob Tier oder Mensch – zieht die eine oder andere Nahrung vor. Die Wahl, die jeder trifft, ist sehr aufschlussreich. Wenn ihr wissen wollt, welche Auswirkungen eine aus Fleisch bestehende Nahrung hat, dann geht in einen zoologischen Garten und beobachtet die Fleischfresser, dann seid ihr sofort informiert. Man braucht übrigens gar nicht so weit zu gehen, um sich ein Bild davon machen zu können, unter den Menschen findet man bereits alle Tierarten, selbst die, die es in den Zoos nicht gibt, wie die Mammute, die Dinosaurier und andere vorgeschichtliche Ungeheuer! Aber seien wir nicht so streng und bleiben wir in den zoologischen Gärten: dort könnt ihr feststellen, dass die starken Fleischfresser furchterregende Tiere sind, die einen außerordentlich strengen Geruch um sich verbreiten, während die Pflanzenfresser normalerweise sehr viel friedlicher sind. Die pflanzliche Nahrung macht sie weder bissig noch angriffslustig, wohingegen das Fleisch die Reizbarkeit steigert. Ebenso sind Menschen, die Fleisch essen, eher brutal und zerstörerisch veranlagt.

Der Unterschied zwischen einer aus Fleisch und einer aus Pflanzen bestehenden Nahrung liegt in der Menge Sonnenstrahlen, die sie enthält. Obst und Gemüse sind derart vom Sonnenlicht durchdrungen, dass man sagen kann, dass sie kondensiertes Licht sind. Wenn man Früchte oder Gemüse isst, nimmt man in direkter Weise Sonnenlicht auf, das sehr wenig Abfallstoffe hinterlässt. Fleisch hingegen ist arm an Sonnenlicht und verdirbt deshalb schnell; und alles, was schnell fault, ist schädlich für die Gesundheit.

Fleisch ist auch noch aus einem anderen Grund schädlich. Wenn die Tiere zum Schlachthof geführt werden, ahnen sie die Gefahr. Sie fühlen, was sie erwartet, haben Angst und sind äußerst aufgeregt. Diese Angst  wirkt störend auf ihre Drüsenfunktion, die dann ein Gift absondert. Dieses Gift kann durch nichts eliminiert werden, es dringt in den Organismus des Menschen ein, der dieses Fleisch isst, und wirkt sich natürlich weder auf die Gesundheit noch auf seine Lebensdauer günstig aus. Ihr meint: „Aber das Fleisch schmeckt gut!“ Ja, vielleicht, aber denkt doch nicht nur an den Genuss und die Befriedigung eurer eigenen Person. Für euch zählt nur die Freude des Augenblicks, selbst wenn ihr dadurch den Tod unzähliger Tiere verursacht und sie mit eurem eigenen Untergang bezahlen müsst.

Außerdem müsst ihr wissen, dass alles, was ihr an Nahrung zu euch nehmt, eine Art innere Antenne darstellt, die bestimmte Wellen aufnimmt. Deshalb verbindet euch das Fleisch mit der Astralebene. Im niederen Bereich dieser Ebene wimmelt es von Wesen, die einander wie wilde Tiere verschlingen. Durch eine Fleischnahrung verbinden wir uns täglich mit der Angst, der Grausamkeit und der Sinnlichkeit der Tiere. Wer Fleisch isst, stellt in seinem Körper einen unsichtbaren Kontakt zur Tierwelt her, und könnte er die Farben seiner Aura sehen, würde er erschrecken.
Außerdem ist es eine große Verantwortung, den Tieren das Leben zu nehmen; es ist eine Übertretung des Gesetzes: „Du sollst nicht töten.“ Übrigens sagt Gott in der Schöpfungsgeschichte, als Er vor dem Sündenfall dem Menschen seine Nahrung gab, ganz einfach: „Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das sich besamt, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bäume, die sich besamen zu eurer Speise. Dies soll eure Nahrung sein.“
Wer Tiere tötet, um sie zu essen, nimmt ihnen nicht nur das Leben, sondern auch die Möglichkeiten, die ihnen die Natur in diesem Dasein gegeben hat, um sich weiterzuentwickeln. Deshalb wird jeder Mensch im Unsichtbaren von den Seelen der Tiere, deren Fleisch er gegessen hat, begleitet. Sie fordern von ihm Entschädigung und sagen: „Du hast uns die Möglichkeit genommen, uns weiter zu entwickeln und zu lernen, von nun an musst du dich um unsere Erziehung und Weiterentwicklung kümmern.“ Obwohl Tiere nicht die gleiche Seele haben wie ein Mensch, haben sie doch eine Seele, und jeder, der das Fleisch von einem Tier isst, muss die Anwesenheit deren Seele in sich ertragen. Diese Gegenwart äußert sich durch Zustände, die der Tierwelt angehören, deshalb stößt der Mensch auf Schwierigkeiten, wenn er sein höheres Wesen entwickeln will, denn die tierischen Zellen hören nicht auf seine Wünsche, sie haben ihren eigenen Willen und widersetzen sich ihm. Dies erklärt, warum viele Äußerungen der Menschen in Wirklichkeit nicht aus dem Menschenreich, sondern aus dem Reich der Tiere stammen.

Die Nahrung, die wir aufnehmen, geht in unser Blut über und von dort aus zieht sie Wesenheiten an, die ihr entsprechen. In den Evangelien heißt es: „Wo aber Aas ist, da sammeln sich die Geier.“ Das gilt für alle drei Welten: die physische, die astrale und die mentale. Wenn ihr also auf allen drei Ebenen gesund sein wollt, zieht nicht mit Aas die Geier an. Der Himmel manifestiert sich nicht durch Menschen, die sich von physischen, astralen und mentalen Unreinheiten überfallen lassen.

Das Fleisch entspricht einem bestimmten Element in den Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Wenn ihr z.B. träumt, dass ihr Fleisch esst, dann müsst ihr sehr aufmerksam und wachsam sein, denn dies deutet auf die Gefahr hin, dass ihr euch gewissen Versuchungen hingeben werdet: brutalem Handeln, sinnlichem Verlangen oder egoistischen und ungerechten Gedanken. Das Fleisch repräsentiert nämlich all dies: Brutalität auf physischer Ebene, Sinnlichkeit auf astraler und Egoismus auf mentaler Ebene.

Die Überlieferung erzählt, dass Adam vor dem Sündenfall ein strahlendes Gesicht hatte, und dass ihn alle Tiere liebten, respektierten und ihm gehorchten. Nach dem Sündenfall verlor er dieses strahlende Antlitz und  die Tiere wurden seine Feinde. Wenn das Wild kein Zutrauen zum Menschen mehr hat, wenn die Vögel davonfliegen, wenn er sich ihnen nähert, und wenn ihn die gesamte Natur als einen Feind betrachtet, gibt es nur einen Grund dafür; er ist aus den spirituellen Höhen gefallen, in denen er sich befand. Er muss nun seine ursprüngliche Herrlichkeit wiederfinden, indem er sich den Gesetzen der Liebe und der Weisheit unterwirft. Dann wird er sich mit allen Sphären der Schöpfung versöhnen, und das wird der Beginn des Reichs Gottes auf Erden sein.

Dem Anschein nach ist der Krieg unter den Menschen auf ökonomische oder politische Fragen zurückzuführen. In Wirklichkeit ist aber der Krieg die Folge des Gemetzels, das wir unter den Tieren anrichten. Das Gesetz der Gerechtigkeit ist unversöhnlich: es zwingt die Menschen, selbst ebenso viel Blut zu vergießen, wie die Tiere durch sie vergossen haben. Wie viele Millionen Liter Blut, die auf der Erde vergossen wurden, schreien zum Himmel um Rache! Die Verdunstung dieses Bluts zieht nicht nur Mikroben an, sondern Milliarden von Larven und niederen Wesenheiten der unsichtbaren Welt. Dies sind Tatsachen, die man nicht kennt, und die man vielleicht nicht annehmen wird, aber egal ob man sie annimmt oder nicht, ich bin gezwungen, euch all dieses zu sagen.

Die Natur ist ein Organismus, und wenn wir Tiere töten, verletzen wir bestimmte Drüsen dieses Organismus, die dann ihre Funktionen ändern und somit das natürliche Gleichgewicht zerrütten. Man darf sich deshalb nicht wundern, wenn nach einiger Zeit unter den Menschen der Krieg ausbricht. Ja, man hat Millionen Tiere massakriert, um sie zu essen, ohne zu wissen, dass sie in der unsichtbaren Welt mit Menschen verbunden waren, die dann mit ihnen sterben müssen. Wenn man Tiere tötet, massakriert man eigentlich die Menschen. Alle sagen, dass endlich Frieden auf Erden herrschen, und dass es keine Kriege mehr geben soll… Aber es wird solange Kriege geben, wie wir Tiere töten, denn indem wir sie töten, zerstören wir uns selbst.

Omraam Mikhaël Aïvanhov