Sigrid Beckmann-Lamb

Vision einer Welt von morgen

Die Gründerin

Wie wir wurden, was wir sind und wie wir werden, was wir sein wollen!

Schon früh verließ ich die Enge kirchlicher Dogmatik. Die Ringparabel aus Lessings Nathan der Weise wurde für mich als 15-jähriges Mädchen zum entscheidenden Erlebnis, und ich begann, mir Fragen nach dem Entstehen der Religionen zu stellen, nach dem persönlichen und allgemeinen Sinn des Lebens und dem Ursprung von Krankheit und Ungerechtigkeit. Walt Whitmans kosmischer Gesang Grashalme, das Gilgamesch-Epos, die Bergpredigt, die klassischen griechischen Tragödien, Denker wie Sokrates und Plato, die römische Geisteswelt von Seneca, Marc Aurel und andere deutsche Mystiker wie Meister Eckhart, Johannes Tauler, die Religionsphilosophie von Sören Kierkegaard, Teilhard de Chardin, Nietzsche und Kant wurden meine Begleiter in den folgenden Jahren. 

Literatur und Kunst

In der sozialkritischen Literatur von Benn und Tucholsky sah ich mein eigenes Gerechtigkeitsempfinden gespiegelt, und in der Dichtkunst fand ich jene Harmonie von Inhalt und Form, von gedachtem und gesprochenem Wort, die mich später in meinem eigenen Wirken sehr beeinflussen sollten. Zutiefst berührten mich dann als 21-Jährige Rilke und Else Lasker-Schüler, deren »anbetende Poesie und schmerzliche Nüchternheit«, meiner eigenen Natur sehr nahe kamen. Mein Sinn für alles Schöne fand Nahrung in der Kunst, vor allem in der Malerei – mein ästhetisches Empfinden stillte ich durch die Beschäftigung mit Innenarchitektur, Wohnkultur und der Gestaltung von Gärten.

»Leiden am Leid der Welt«

Als junge Frau reiste ich in die USA, wo ich meinen späteren Mann kennenlernte. Mein erstes Kind starb, kaum dass es geboren war. Dieses Erlebnis wurde zu einem weiteren Wendepunkt. Die Frage nach dem Sinn des Lebens gewann geradezu schmerzhaft an Bedeutung. Ich kehrte mit meinem Mann zurück nach Deutschland und begann ein Pädagogik-Studium. Währenddessen wurden mein zweiter und dritter Sohn geboren. Ich verzichtete auf die Ausübung des geplanten Lehrerberufes und widmete mich ganz der Erziehung meiner Söhne. Ersatzweise ging ich in die Erwachsenenbildung an Volkshochschulen.

Meinem ausgeprägten Wissensdurst kam ich durch autodidaktische Studien nach. Der Drang nach Erkenntnis, insbesondere bezüglich der Sinnfragen, mein eigenes Leid – das dritte Kind kam krank zur Welt –, sowie mein »Leiden am Leid der Welt« ließen mich weiter suchen. Was waren die tatsächlichen Ursachen für den Tod des ersten und die Krankheit des dritten Kindes, und wie konnte solches in Zukunft verhindert werden? Fragen über Fragen. Die Pränatalmedizin wusste noch so wenig vom vorgeburtlichen Geschehen.

Transpersonale Psychologie

Sich häufende psychologisch und medizinisch nicht erklärbare sogenannte außersinnliche Erfahrungen führten mich zur Transpersonalen Psychologie. Ich lernte den Schriftsteller und Geisteswissenschaftler K. O. Schmidt kennen und erhielt dank des direkten Kontaktes mit ihm erstmals die Seelennahrung, nach der ich so lange gesucht hatte. Darüber hinaus gewann ich neue Einblicke in die Komplexität von Denken, Empfinden und Handeln und die daraus entstehende Psychodynamik. 

Das langjährige, regelmäßige Zusammentreffen mit dem Kybernetiker Frederic Lionel weckte in mir latent schlummerndes Wissen über vergangene Hochkulturen und deren heutige Bedeutung. Ich betrat einen Weg der Selbsterkenntnis auf Grundlage antiker Mysterienschulen, die mögliche Erklärungsmodelle für den Sinnsucher offenbarten. Elisabeth Haich,  Krishnamurti, Ramana Maharshi etc. warfen ein neues Licht auf die Motive meines Handelns und verschärften die Fähigkeit zur Reflexion und Selbstbeobachtung. Diese Phase gipfelte in der Lektüre „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahansa Yogananda, der die schlummernde All-Liebe in mir wachrief.

Esalen (USA), Ida Rolf, Osho und die Erfahrung körperorientierten Erlebens bestätigten, was ich schon immer geahnt hatte: Jede Idee, jede Ideologie und auch jedes Glaubensgebäude überträgt sich auf die körperlich-materielle Ebene und kann auch von dort her korrigiert werden. Umgekehrt können wir körperliche Veränderungen erzielen, wenn wir unser Denken verändern.

Kosmisches Bewusstsein

Im 33. Lebensjahr erfuhr ich in einem über mehrere Wochen verlaufenden Prozess den Durchbruch ins kosmische Bewusstsein. In einer Kette innerer Visionen erlebte ich, was bisher nur gefühlt, geglaubt oder erahnt wurde: Ich erkannte den göttlichen Funken in Mensch, Tier, Natur und Materie und erlebte die Gleichwertigkeit aller Lebensformen. Ich erlebte, dass Zeit und Raum nur in unserer begrenzten Wahrnehmung existieren, und erfuhr, dass nicht nur die Zukunft beliebig gestaltbar, sondern auch die Vergangenheit bedingt – innerhalb eines gewissen Rahmens – veränderbar ist. Ich erhielt Einblick in die Struktur der Moleküle und Quanten, sah den inneren Aufbau sogenannter fester Materie und erkannte, dass alles Geschaffene mittels eines feinstofflichen Gewebes miteinander verbunden ist. 

Ich erlebte die Übereinstimmung der Essenz der verschiedenen Religionen sowie der Weisheitslehren der Weltkulturen mit der modernen Biochemie, Quantenphysik und Epigenetik und begriff sie als untrennbare Hälften ein und derselben Ganzheit. Ich erlebte, dass Gedanken und Gefühle eine Art elektro-magnetische Realität sind und jede Zelle sowohl in lebenden Körpern als auch in scheinbar lebloser Materie über ein Eigenbewusstsein verfügt. Teilweise nur sehr rudimentär, im Nano-Bereich, aber immerhin. 

Von Fehlprogrammen verführt

Ich erkannte, dass wir Menschen nicht frei sind, sondern marionettenhaft ihre im Unterbewusstsein gespeicherten Programme ausagieren. Bioroboter, die zu schieben glauben und doch geschoben werden. Durch genetische Festlegung einerseits und Erziehung bzw. nicht richtig eingeordnete gute oder schlechte persönliche Erfahrung andererseits. Ich sah die verzerrenden Fehlprogramme wie Schleier über der eigentlichen, ursprünglichen Persönlichkeit liegen. Schleier oder Klappen, die an unzähligen Stellen im Gehirn den ursprünglich freien Energiefluss blockieren oder fehlleiten und dann zu schmerzhaftem Fehlverhalten bei den jeweiligen Personen führen. Bei meiner späteren Tätigkeit in einem Jugendstrafgefängnis waren mir diese Erkenntnisse eine unschätzbare Hilfe.

Im Weiteren erkannte ich, dass diese Programme zum Teil veränderbar sind und überschrieben werden können, wobei die Bereitschaft dazu stets vom Betroffenen ausgehen muss. Meiner Beobachtung nach ist jedes tief gehende Erleben in den Zellen der entsprechenden Körperteile gespeichert und kann durch unterschiedliche körperorientierte Techniken wieder bewusst gemacht werden. Dies ermöglicht ein Neutralisieren hinderlicher Programme und eine konstruktive Neuprogrammierung. Ohne Zustimmung und Wollen eines Menschen ist das Neutralisieren von Fehlprogrammen bzw. das Installieren neuer konstruktiver Programme auf der Festplatte des Unterbewusstseins jedoch nur kurze Zeit wirksam, wenn überhaupt. 

Nach zahllosen Selbstversuchen erfasste ich die ungeheuren Möglichkeiten im Bereich des menschlichen Bewusstseins und beschloss, suchenden Menschen bei der Korrektur von Denk- und Gefühlsblockaden behilflich zu sein. Ich entwickelte dazu leicht erlernbare Techniken und begann mit meiner „Goldgräber-Arbeit“, wie ich sie nannte: "Wie wir wurden, was wir sind und wie wir werden, was wir sein wollen!"

Siehe Kennenlerntage und Programm

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